ARCHITEKTURVIDEOGRAFIE

„Film und Architektur wollen beide dasselbe:
Wahrnehmung kommunizieren.“

Dr. Markus Heidingsfelder

Architektur im Filmporträt

Architektur und Film tangieren sich gegenseitig seit Beginn der Filmgeschichte. Filme bedienen sich der Architektur als Ausdrucksform und Kommunikationsinstrument. Wieso also nicht umgekehrt?

Den architektonischen Raum nimmt der Mensch nicht nur mit seinen Augen wahr, sondern vor allem durch die Bewegung durch den Raum. Der Film kann diese Wahrnehmung mithilfe seiner filmischen Gestaltungsmittel simulieren; denn da, wo die Fotografie ausgeschöpft ist, geht die Architekturvideografie weiter und schafft es, durch das bewegte Bild eine weitere Ebene zu erschließen: die wahrgenommene Atmosphäre.

Das filmische Sehen ändert die Wahrnehmung der Welt, da es uns die Wirklichkeit aus einer anderen Perspektive sehen lässt. Gebäude und Orte sieht man plötzlich mit anderen Augen oder zum ersten Mal bewusst. Der Architekt hat mit einem solchen Filmporträt das effizienteste Instrument, seine Werke samt ihrer Atmosphäre und somit mit Emotionen zu vermitteln.

Artur Krause

A R T V I S U  2019